Violaine und Sylvain sind mit ihren drei Kindern gut in Kamerun angekommen. Jetzt beginnt die Zeit des Einlebens und Kennenlernens. Das Ehepaar Geoffroy und Sophie Aubry, die schon seit einem Jahr in Kamerun sind, haben die Familie Tournillonbeiden in Obala begrüßt.
Hier präsentieren wir Ihnen die Missionsbriefe der Familie Tournillon:
Violaine und Sylvain haben eine ganz besondere Geschichte. Beide sind ursprünglich Franzosen, beide haben ein Ingenieur-Studium mit unterschiedlicher Ausrichtung gemacht.
Sie leben und arbeiten seit 15 Jahren in Deutschland und haben vor gut zwei Jahren ebenfalls die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen.
Nach erfolgreichen Ausbildungs- und Entscheidungsschritten sind die beiden nun offiziell Fidesco-Volontäre und bereiten sich auf ihre Ausreise vor.
Für die Familie Tournillon und ihre drei Kindern geht es nach Kamerun, in die Stadt Obala.
Violaine wird Schwester Marie-Véronique, die für die Verwaltung von etwa zwanzig Gesundheitszentren des Bistums verantwortlich ist, unterstützen. Sie wird sich um die Lagerverwaltung und die Versorgung mit Medikamenten kümmern, bei der Finanzverwaltung helfen und jährliche Audits in den Zentren durchführen.
Sylvain wird die Bauprojekte des Bistums (Schulen, Gesundheitszentren usw.) unterstützen, darunter das derzeit laufende Projekt zum Bau der Kathedrale von Obala.
Violaine und Sylvain schreiben zu ihren Beweggründen eine Fidesco-Mission zu wagen:
„Was uns dazu bewegt hat, dieses Abenteuer als Familie anzugehen, ist sowohl der Wunsch nach einer neuen Herausforderung und Veränderung als auch das Bedürfnis, unseren Handlungen wieder Sinn zu geben, indem wir unsere Zeit schenken. Wir sind sehr glücklich, uns auf dieses interkulturelle Erlebnis einzulassen und mit unseren bescheidenen Mitteln zur Entwicklung beizutragen. Es ist uns auch wichtig, unseren Kindern zu zeigen, dass man auch in Einfachheit glücklich leben kann!“
Kamerun, in Zentralafrika gelegen, wird wegen seiner kulturellen, geografischen und klimatischen Vielfalt als „Afrika im Kleinen“ bezeichnet. Das Land ist reich an Traditionen und vereint mindestens 250 ethnische Gruppen. Über seine spirituelle und religiöse Rolle hinaus ist die örtliche Kirche sehr aktiv bei der Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens, insbesondere in den Bereichen Bildung und Gesundheit.
Auf einer Fläche, die etwa 1/3 mal größer als Deutschland ist, hat Kamerun mindestens 250 ethnische Gruppen und ebenso viele Sprachen bzw. Dialekte! Fast 40% der Bevölkerung sind Christen. Obala liegt 40 km von der Hauptstadt Jaunde entfernt, was einer Fahrzeit von 1 ½ Stunden entspricht! Die Stadt hat 80.000 Einwohner und in der Diözese leben 800.000 Menschen …
Die Diözese trägt und prägt vor Ort natürlich das religiöse Leben, aber auch die Bereiche Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft. Bischof Sosthène, das Oberhaupt der Diözese, arbeitet unter anderem daran, wirtschaftlich unabhängig zu werden, um seine Projekte effektiver zu den Armen zu tragen.






